Hochfrequente Wellen
Mobilfunk-Sendeanlagen strahlen ununterbrochen. Sie bestreichen großflächig ganze Gebiete und verstrahlen gleichermaßen Jung und Alt, Klein und Groß, Handybesitzer und Handygegner. Sie verstrahlen die Gegend in einem weit größeren Ausmaß, als man uns glauben machen will. Vor der Strahlung kann man sich zu Hause nur wirkungsvoll schützen, indem man sie abschirmt.
Bei freier Sicht auf Mobilfunksender können Leistungsflussdichten von über 10 µW/m2 noch in zwei Kilometer Entfernung gemessen werden!
Versuche von Dr. Lebrecht von Klitzing, zeigen auf, dass eine Dauerbelastung durch Mobilfunkstrahlen mit einem Wert von 10 µW/m2 bereits Krankheiten verursachen können.
Wegen der physikalischen Eigenschaften der hochfrequenten Wellen ergibt sich um jeden Sender ein individuelles Verstrahlungsbild. Gebäude dämpfen diese Strahlung. Wenn sich die Sendestation in Sichtweite der Wohnung befindet und keine weiteren Gebäude dazwischen stehen, kann man in Räumen Leistungsflussdichten bis weit über 100 _W/m2 messen.
Handys schaden vor allem ihrem Benützer und jenen Personen, die sich in einigen Metern Entfernung davon aufhalten. Handys kann man aber abschalten. Deshalb hält sich ihre Schädlichkeit zeitlich mehr oder weniger in Grenzen.
Messung
Bei einer Messung wird das Frequenzband von 800 MHz bis 3 GHz betrachtet. Innerhalb dieses Bandes liegen die Mobilfunkfrequenzen
- E-Netz
- D-Netz
- UMTS-Standard
- schnurlose Telefone nach DECT Standard
- WLAN
- Bluetooth-Standard
- Mikrowellenherde
In diesem Frequenzbereich konzentrieren sich die besonders kritischen gepulsten Signalformen.
Schnurlose Telefone nach DECT Standard
Digitale schnurlose Telefone nach DECT-Standard (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) sind die Basisstationen in einer Wohnung. Dauersender, die auch funken, wenn nicht telefoniert wird.
DECT-Mobil-Telefone senden wie Handys mit gepulster Strahlung. Dies beinhaltet die gleichen Risiken. Während beim Mobilfunk Behörden und Bürgerinitiativen die Lage sehr unterschiedlich bewerten, räumen bei DECT auch Behörden ein, dass der Standard Nachteile hat.
In einer Stellungnahme des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) heißt es: "Beispielsweise könnte die DECT-Technik nachgebessert werden, um ein Senden im Stand-by-Betrieb und damit eine unnötige, zusätzliche Strahlenbelastung zu vermeiden."
Im "Freiburger Appell" vom Oktober 2002, der von mehr als 1000 Ärzten unterzeichnet wurde, wird gefordert: "Überarbeitung des DECT-Standards mit dem Ziel, die Strahlungsintensität zu reduzieren und auf die tatsächliche Nutzungszeit zu begrenzen, sowie die biologisch kritische Pulsung zu vermeiden". Der Appell verlangt gleichzeitig eine Verbannung von DECT aus öffentlichen Gebäuden analog zum Rauchverbot.
Auch das BfS empfiehlt aus Vorsorgegründen, einen Daueraufenthalt in unmittelbarer Nähe zur DECT-Basisstation zu vermeiden und keine Basisstation ins Kinder- oder Schlafzimmer zu stellen. Ein Meter Abstand entspricht etwa der Entfernung zwischen Mensch und Basisstation, wenn sie auf dem Schreib- oder Nachttisch steht. In dieser Entfernung erzeugt die DECT-Basisstation in der Regel eine wesentlich höhere Strahlenbelastung als durch umliegende Mobilfunkmasten hereindringt.
Es gibt zahlreiche Studien, dass es bereits bei wesentlich niedrigeren Werten zu Störungen des Hormon-, Immun- und Nervensystems kommt, die Fortpflanzung beeinflusst wird und es zu Gen- und Zellschäden kommen kann.

